Paarung der Springspinnen (Salticidae) Springspinnen können sehr gut sehen. Entsprechend spielen optische Reize bei der Paarung eine große Rolle. Die Männchen führen vor den Weibchen teilweise richtige Balztänze auf. Damit diese gut wirken, sind sie oft sehr auffällig und bunt gefärbt.
Die SpringspinneSaitis barbipes ist in der Frontalansicht sehr markant gefärbt (Bild oben). Das dritte Beinpaar ist besonders groß ausgebildet (Bilder links) und wird im Paarungsverhalten zur Signalisierung eingesetzt. Wir konnten diese Spinnenart in den Monaten Mai und Juni in steinigen Bereichen Südfrankreichs beobachten.
Lang anhaltende Balztänze konnten wir bei der bei der SpringspinnenartAelurillus v-insignitus beobachten.
Bilder rechts, Mitte und außen: Das Männchen hat ein Weibchen entdeckt und signalisiert Paarungsbereitschaft.
Bilder rechts und links: Das Männchen umtanzt das Weibchen mit sehr viel Ausdauer.
Nach etwa einer Stunde verschwand das Weibchen in einem Busch, sodass wir die eigentliche Paarung nicht beobachten konnten.
Diese Serie fotografierten wir im Mai 2009 in Südfrankreich. Die Springspinnenart Aelurillus v-insignitus haben wir aber auch bei uns am Kaiserstuhl, in den Rheinauen und im Elsaß schon mehrfach beobachtet.
Sehr viel flotter verlief die Paarung dagegen bei der GoldaugenspringspinnePhilaeus chrysops.
Das Männchen entdeckte das Weibchen und signalisierte schon aus etwa 20cm Entfernung durch Anheben des vorderen Beinpaares seine Paarungsbereitschaft. Das Weibchen antwortete sofort, indem es ebenfalls das vordere Beinpaar anhob (Bilder oben). Daraufhin sprang das Männchen zügig auf das Weibchen zu und paarte sich mit diesem sofort (Bild links). Die Paarung dauerte nur wenige Sekunden.
Im Mai 2009 in Südfrankreich beobachtet. Die Springspinnenart Philaeus chrysops haben wir regelmäßig auch am Kaiserstuhl und in der Vorbergzone der Vogesen gefunden.
Rechts Mitte und außen: Goldaugen-Springspinne, Philaeus chrysops, zwei Männchen, die aufeinanderstoßen, drohen sich an.
Beobachtet im Mai 2011 in Südfrankreich.