Brutfürsorge der Spinnen
Spinnen sorgen in der Regel für optimale Bedingungen zur Entwicklung ihres Nachwuchses. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das im Bild rechts gezeigte Feenlämpchen. Es ist der Eikokon der Spinne Agroeca brunnea.
Bei einigen Arten werden auch die aus den Eiern geschlüpften Jungspinnen noch betreut.
Die Gerandete JagdspinneDolomedes fimbriatus (Bild links) trägt ihren Kokon zwischen den Chelizeren, während die Wolfspinne Pardosa lugubris (Bild Mitte) ihn an den Spinnwarzen anheftet.
Fotos: Jagdspinne: 20.05.08, Freiburg, Wolfspinne: 07.05.09, Kaiserstuhl
Die Springspinne Pellenes brevis (Bild Mitte) versorgt ihre Brut in einem Schneckenhaus und die Dornfingerspinne Cheiracanthium punctorium (rechts) bewacht ihr Eigelege in einem Gespinst im Gras.
Fotos: Springspinne: 28.05.2009, Südfrankreich, Dornfinger: 14.08.09, Freiburg
Bilder rechts und links: Wolfspinnen tragen ihre Spiderlinge auf dem Rücken mit sich herum. Abgebildet ist hier Pardosa lugubris.
Fotos: 12.06.09, Kaiserstuhl
Hoch interessant und sehr gut zu beobachten ist das Brutpflegeverhalten der KugelspinnePhylloneta impressa. Die Gespinste dieser Spinne sind im Hochsommer an Wegrändern und auf Trockenrasen nicht selten. Das Wohngespinst ist unten offen, sodass ein guter Einblick in das Familienleben möglich ist. Leider ist die Spinne mit 3- 5 mm Körperlänge recht klein. Die hier gezeigten Bilder entstanden mit einem 105 mm Makroobjektiv an einem Balgengerät.
Rechts: Phylloneta impressa unter ihrem Wohngespinst mit Fliege
Mitte: Phylloneta impressa bewacht ihren Kokon.
Oben rechts: Die Jungspinnen werden von der Mutterspinne durch hervorgewürgte Nahrung gefüttert.
Links: Die Jungspinnen fressen mit der Mutterspinne gemeinsam an von dieser gefangenen Beute.
Die Fotos von Phylloneta impressa entstanden im Zeitraum von 20.06.09 bis 05.07.09 an einem Trockenrasen im Kaiserstuhl.